Geschichte
Historisches
Am Donnerstag, dem 7. Juni 1945 wurde auf dem Gebiet der Emmausgemeinde ein evangelischer Kindergarten eröffnet.
Träger war schon damals der Gemeinde- und Diakonieverein der Evangelischen-Lutherischen Kirchengemeinde Emmaus.
Ungewöhnlich war der Ort: Ein vom Kirchenschiff abtrennbarer großer Saal mit kleinen Fenstern in 1,60m Höhe. Dazu gehörte noch eine kleine Küche und zwei WCs.
Die Abtrennung zum Gottesdienstraum wurde zu großen Stauschränken umgebaut und schon konnten die ersten Kinder kommen.
Ein großes Plus war der großzügige Garten. Denn in “Hoch”zeiten drängten sich mehr als 30 Kinder in den Räumen.
Damals war nicht abzusehen, dass dieses Provisorium bis ins Jahr 1967 dauern würde. Dann aber drohte dem Kindergarten die Schließung, falls sich nicht die Kirchengemeinde unverzüglich an die Errichtung eines Neubaus machen würde.
Und tatsächlich: im Jahr 1969 konnte der derzeitige Fertigbau den Kindern zur Verfügung gestellt werden. Bis zu 60 Kindern besuchten nach den damals geltenden Vorschriften den Kindergarten, betreut von einer Erzieherin und einer unausgebildeten Kraft. 1970 kostete die Ganztagesbetreuung samt Essen 17 Euro.
Im Jahr 2019 – viele Kindergartenkindergenerationen später – planten wir wieder.
Bauten für Kindergärten und Gemeindehäuser sollen 50 Jahre halten…
Vorschriften haben sich geändert, den Kindern stehen mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, vielfältigeres Spielmaterial und schon im frühen Alter anregende Lehrpläne. Und jeder Kindergarten arbeitet anders.
Der Diakonie- und Gemeindeverein Emmaus hält gemeinsam mit der
Kirchengemeinde daran fest, neben Miniclubs und einer Kinderkrippe auch den älteren Kleinen eine für diese Jahre wichtige Spiel – und Lernfläche anzubieten.
Dies geschieht in einem vertrauensvollen Miteinander von Mitarbeiter*innen und Erziehungsberechtigten.
Der Kindergarten hat sich in den über 75 Jahren, die seit seiner Gründung vergangen sind, dieses Vertrauen im Stadtteil durch eine
vorbildliche Arbeit verdient.
Und wir hoffen, dass in absehbarer Zeit Kinder und Mitarbeiter*innen wieder in einem wunderschönen, neuen Gebäude miteinander leben und voneinander lernen können.
Für den Trägerverein Karin Deter, Pfarrerin